<< Regungslos sitze ich auf der Couch im Wohn-/Schlafzimmer, die Füße auf dem Tisch gekreuzt. Mein Magen knurrt vor Hunger, aber ich weis genau, dass der Kühlschrank nur abgelaufenes Zeug enthält, wenn überhaupt. Ich bin alleine, nur unsere Hunde haben sich irgendwo im Haus hingelegt und warten, worauf weiß ich nicht. Tränen laufen meine Wange hinunter und ich versuche mich an gestern Abend zu erinnern. Als ich ins Zimmer kam und der Raum nur von Kerzen beleuchtet war. Als ich das große Teelichtherz auf deinem Tisch sah und " Du bist das Beste was mir je passiert ist" mit Kreide an deiner blauen Wand. Wie ich vor Freude geweint habe und Musik dein Zimmer durchflutete. Aber es ist wie ein Wasserhahn, die Tränen laufen und laufen und ich sehe schon nichts mehr. Ich habe keine Lust mehr, immer das schwarze Schaf zu sein, ich will nicht die Kleinere sein, die asozial und krank ist, weil sie ab und zu trinkt und raucht. Ich weis, dass mich hier keiner will. Ich verdräng das nicht, ich rede es mir auch nicht aus, ich habe es realisiert. Und ich will das ändern. Ich will weg. Raus hier. Zu den Leuten, die ich Familie und Freunde nennen kann. Ich will zu dir. >>

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