Follower

Montag, 21. November 2011

i'm so moving on

<< Wie hässlich mir jedes Mal salzige Tränen in die Augen schießen, wenn ich zufällig seinen Namen aufschnappe, ein Photo von ihm sehe. Alles verschwimmt ineinander und jemand schnürt mir die Luft ab, Atemnot. Ich habe Angst, große Angst. Vor dem Moment, in dem ich ihm in die Augen schauen muss. Langsam wird das Bild wieder scharf. Es hat eine Ewigkeit gedauert, bis ich mich so weit unter Kontrolle hatte, dass ich nur noch kurz weinen muss, nicht mehr stundenlang. Ich drehe das Album eine Weile unentschlossen in meinen Händen umher, bis ich mich entschließe, es anzuschauen. Ok, gut, auf den ersten zwei Seiten ist er nicht zu sehen, also blättere ich langsam weiter. Oh nein, auf der dritten Seite sind drei Bilder, Er und ich. Nurnoch Photos, auf denen er auch abgebildet ist. Es zerfetzt mir fast das Herz, drückt mir auf die Lunge, lässt mich verzweifeln. Ich habe immer gedacht, ich sei stark, wäre endlich darüber hinweg, könnte wieder nach Vorne gehen ohne nach Hinten zu blicken. Aber ich kann es nicht. Ich kann einfach nicht. Schluchzend reise alles aus den Pappseiten, was nach ihm aussieht. Ich spüre nichts mehr, nur noch Wut, pure Wut, die nach gefühlten 2638 Minuten in Trauer übergeht. Ich mustere seine verschiedenen Ausdrücke, die Mimik und Gestik, versuche zu verstehen. Dann greift meine Hand nach dem schwarzen Edding, der auf dem Parkettboden vor sich hin gammelt und auf ich schreibe die drei Worte, die ich niemals aussprechen werde. "Papa, du fehlst." >>


Lieblingslied, übrigens.

Keine Kommentare: