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Donnerstag, 17. November 2011

i said i'd never let you go, and i never did

<< Gelangweilt kaue ich auf meinem viel zu stumpfen Bleistift herum. Die ganzen Zahlen an der Tafel vor mir verwirren mich, ergeben keinen Sinn. Obwohl eigentlich nichts einen Sinn macht, ohne deine Anwesenheit. Am Montag ist Mathe Test angesagt und ich verstehe wirklich gar nichts. Ein paar Minuten lang versuche ich, dem Stoff zu folgen, dem Lehrer zu zuhören, nicht die ganze Zeit an dich zu denken, aber irgendwie will das nicht klappen. Meine Gedanken schweifen immer wieder ab, bleiben bei deiner wunderschönen Persönlichkeit hängen, den blitzenden Augen und deiner Hand in Meiner. Halt Stopp! Mathe, Mathe, Mathe. Ich muss mich definitiv auf Funktionen und Gleichungen konzentrieren. Ach, egal. Noch einen ganzen Tag, 27 Stunden warten, bis ich dich wieder in meine Arme schließen kann, deine Wärme spüren und mich von dir zu Tode kitzeln lassen. Ein lautes Geräusch lässt mich aufschrecken, es hat zum Stundenende geläutet. Endlich raus aus diesem Irrenhaus. Hastig stopfe ich meine Hefte und Stifte in den Rucksack und stürme aus dem klotzigen Gebäude, das sich zu allem Bedauern auch noch Schule nennt. Ich dränge mich aus den Massen durch die Tür und rein ins Leben. Freiheit! Ohne nach zu denken zünde ich mir eine Zigarette an und laufe in  Richtung Bushaltestelle, wo sich schon Massen von Schülern tümmeln. Dumme Blicke und Hässliche Fratzen wenden sich mir zu, wie ich das alles satt habe. Ich will doch nur zu dir, da wo mir keine was anhaben kann, da wo ich mich sicher fühle. >>