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Donnerstag, 27. September 2012

how could u be so heartless?


Und da sitze ich auf deinem Bett, nur in deine Decke eingewickelt. Der stickige Geruch von Zigarettenrauch steigt mir in die Nase und muss niesen. Du bist wie immer, obwohl du versprochen hast, dass es diesmal anders wird. Du sitzt in Boxershorts auf deinem Drehstuhl und siehst dir irgendwelche Bilder auf Facebook an. Dass ich kurz vor den Tränen stehe merkst du nicht mal. Ich starre dir immer noch auf den Rücken, weil das das einzige ist, was ich von dir zu Gesicht bekomme, als ich mir eine Zigarette anzünde und dein rotes Feuerzeug gegen die Holzwand schmeiße. Kurz drehst du dich zu mir um und ich kann einen kleinen Blick in deine Augen erhaschen. Dann stehst du auf, ziehst mir an den schwarzen Haaren, öffnest die Tür und schließt sie hinter dir. Und wieder lässt du mich sitzen. Wieder bin ich nur Luft. Wieder bin ich dir egal. Ich weis nicht, wie lange ich schon da sitze, in dem kalten, verrauchten Zimmer und eine nach der anderen rauche. Aber irgendwann ist die Sonne untergegangen. Du betrittst dein Zimmer wieder und ich erschrecke leicht. Du fragst mich was los ist und ich antworte bloß mit einem dumpfen nichts. Das letzte mal, als ich dir diese Antwort gegeben habe, bist du irgendwann in der Nacht nach Hause gekommen und hast mich mit blutigen Armen und Beinen auf deinem Sofa gefunden. Du glaubst es mir. Enttäuschung macht sich in mir breit und ich kann die Tränen nicht mehr zurück halten. Leise und unbemerkt schleichen sich kleine salzige Tropfen über meine Wangen runter zu meiner Nasenspitze, wo sie lautlos auf deine blaue Bettdecke fallen. Du legst dich in dein Bett und schließt die Augen. Noch nie habe ich mich so gefühlt. Das fünfte Rad am Wagen. Ich gebe dir einen Kuss auf die Backe, dann gehe ich. Meine Seele schreit. Die Dunkelheit legt sich wie ein Schleier über mich und ich wünsche mir, du würdest mir nachlaufen, um mir zu sagen, dass du mich liebst, aber das höre ich nur, wenn du betrunken bist. 

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