Schwer atmend liege ich in meinem Bett, den grauen Wollcardigan über die Finger gezogen. Mein Kopf brummt, weil Tiemo Hauer so laut in meinen Ohren singt.Tränen laufen mir über die Wangen, weil ich gehofft hatte, dass du dich meldest, wie du versprochen hast. Aber bei Versprochen höre ich das Gebrochen schon heraus. Ich meinte, ich will nicht mehr warten, auf was auch? Ich meinte, ich will nicht mehr denken müssen, was auch? Ich hasse die Tatsache, dass du in deinem Bett liegst und seelenruhig schläfst, während ich am verzweifeln bin. Gestern Nacht war es besonders schlimm und es hat sich bis jetzt noch nicht gebessert. Ich habe Hunger, will mich aber nicht bewegen, weil mein Kopf bei jedem Zucken pocht. Nach einigem Magenknurren stehe ich dann doch auf, tapse wacklig in die Küche und öffne das Gefrierfach. Ich nehme die Pizza heraus und schiebe sie in den Ofen, dann lasse ich mich auf einem Stuhl nieder. Und dann kommen wieder Tränen. Ich kann das nicht stoppen. Grade hat mich jemand gefragt, ob ich etwas dafür tue, glücklich zu sein. Ich habe "Ja, meistens" geantwortet. Ich weis nicht warum. Ich kann nichts dagegen machen, nur du, nur du kannst das ändern, aber du hältst es nicht für nötig, mir die Wahrheit zu sagen. Langsam lasse ich meinen Kopf auf die Tischplatte sinken und verschränke meine Arme. Meine Gedanken kreisen nur um dich. Mein Kopf schreit deinen Namen. Ich kann nicht mehr, bitte komm und nehm mich in den Arm.
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