Manchmal wünsche ich mir, du wüsstest was jetzt in mir vorgeht, wie ich im Moment aussehe, was ich den ganzen Tag tue. Ich wünschte du wüsstest, dass ich seit dem ersten Zug an deiner Zigarette nie aufgehört habe. Ich wünschte du wüsstest, dass ich wegen dir 152 Narben auf meinen Oberschenkeln habe. Ich wünschte du wüsstest, wie wenig ich im Moment esse, weil ich nichts herunter bringe. Ich wünschte du wüsstest auch, dass ich nur glücklich bin, wenn ich ihn an meiner Seite habe. Und ich wünschte du wüsstest, dass ich deine Bilder und alle Erinnerungen, die Briefe und Zettel von dir, in den Reißwolf von seinem Vater geworfen habe. Du lebst nur noch in meinem Kopf, denn in meinem Herz hast du schon lange keinen Platz mehr. Du bist nur eine Erinnerung, die Tag für Tag schwächer wird und sich nur einschleicht, in Momenten, in denen ich dich normalerweise brauchen würde, deine Hilfe suche. Vielleicht sage ich dir, wenn ich im Tonstudio in Mannheim war, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht sage ich dir irgendwann, dass ich dich so sehr hasse, dass ich schon nicht mehr weiß, wer ich eigentlich bin, vielleicht aber auch nicht. Oder vielleicht sage ich dir irgendwann, dass du deine Tochter verloren hast, verletzt und verleugnet, vielleicht aber auch nicht. Die einzige Hoffnung, die für mich noch existiert, ist der Junge, der mich seit einem halben Jahr in seinen Armen hält.

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