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Mittwoch, 7. Dezember 2011

what do you wanna do ?

<< "Hast du dein Zimmer aufgeräumt?", fragt sie genervt, als ich zu ihr trete. "Naja, fast. Liegen nur noch paar Sachen rum.", erwidere ich mit ziemlich gleichgültiger Miene. Ich glaube sie hört mir nicht mal zu, denn ihre Hände waschen weiterhin die Teller in der Spüle. "Hast du nicht irgendwie mit seiner Mama telefoniert?", hake ich nach. Sie braucht lange bis sie mir antwortet: "Doch, schon." - "Und, was habt ihr geredet?", meine Stimme hebt sich vor Neugier. "Ich will nicht mit dir reden.", faucht sie, sieht aber weiter auf den Teller in ihren nassen Händen. "Ehm?!", ungläubig starre ich ihren Rücken an."Achja, hier sind Fleisch und eine Paprika, macht euch was zu essen, ich mache nichts mehr.", sie stellt das Wasser ab, stellt das saubere Geschirr in den Schrank und geht in Richtung Tür. "Aha, ok. Also, Telefonat?", frage ich sie erneut. "Ja bla und so halt", sagt sie gespielt freundlich. Langsam regt mich das auf, wo bin ich denn? Meine Stimme wird agressiv: "Willst du mich verarschen?" - "Nein, ich machs jetzt wie du, ich hör dir auch nicht zu." Ich merke, wie meine Mundwinkel nach unten gehen und mein Kopf langsam errötet vor Wut. "Ja, nur dass man dich sieben mal was fragen kann, und keine Antwort bekommt. Das ist grade ziemlich lächerlich." - "Ja, du bist auch lächerlich.", keift sie, "ich kann auch gehen. Pass bloß auf, irgendwann geh ich wirklich, dann bin ich weg." Ich muss mich zusammenreisen, meinen Gedanken nicht laut auszusprechen. Stattdessen sage ich nur trocken: "Ich kann auch gehen." - "Wohin, hm? Du hast nur zwei andere Möglichkeiten. Dein Vater oder Jugendamt. Also sei mal leise." - "Nö, ich hab auch andere Möglichkeiten." Sie hat jetzt die Küche verlassen, stolpert zum Schuhschrank und Zieht sich Gummistiefel, eine Regenjacke an und leint die Hunde an. "Was machst'n jetzt?, ich betrachte das Ganze etwas skeptisch. Sie würdigt mir keinen Blick, erwidert nur kühl: "Ich gehe."


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